Das Stadtbad Viersen ist ein historisch bedeutsames Volksbad aus der Zeit des frühen 20. Jahrhunderts und steht als Beispiel der Gründerzeit-Baukunst für die Bäderkultur jener Epoche. Architektonisch zeichnet sich der Komplex durch eine repräsentative Eingangsfassade und eine Schwimmhalle aus, die mittels damaliger Stahlkonstruktionen großzügige Innenräume überspannt. Ursprünglich als öffentliches Volksbad konzipiert, spiegeln die Anlage und ihre Gliederung (Eingangsgebäude, Schwimmbassin und Technikbereich) die Idee von öffentlicher Gesundheitsfürsorge und Körperpflege wider. Als eingetragenes Baudenkmal ist das Stadtbad sowohl aus baugeschichtlichen wie stadtentwicklungsgeschichtlichen Gründen von Bedeutung; seine Erhaltung dient der Dokumentation lokaler Sozial- und Architekturgeschichte. Das Gebäude vermittelt damit neben seiner funktionalen Nutzung auch kulturelle und historische Werte der Stadt.