Schloss Nordkirchen gilt als das „Westfälische Versailles“ und beeindruckt durch seine barocke Architektur, die weitläufige Parklandschaft und die charakteristische Wasserschlossanlage. Das Ensemble wurde ab dem frühen 18. Jahrhundert geplant und später durch verschiedene Baumeister wie Johann Conrad Schlaun geprägt; der Hauptbau sitzt auf einer von einer breiten Gräfte umgebenen, rechteckigen Insel und wird von Pavillons sowie flankierenden Flügelbauten begleitet. Die Anlage umfasst eine rund 70 Hektar große Parklandschaft mit historischen Alleen, Skulpturen und wiederhergestellten Gartenpartien (z. B. die rekonstruierte Venusinsel), die zum Spazieren und zu kulturellen Veranstaltungen einlädt. Teile des Schlosses werden heute von einer Hochschule genutzt, während die Außenanlagen ganzjährig öffentlich zugänglich sind; darüber hinaus gibt es Führungsangebote, thematische Rundgänge und besondere Veranstaltungen, die Geschichte und Gartengestaltung erlebbar machen. Sanierungsmaßnahmen werden situativ durchgeführt, wobei die Außenanlagen weiterhin als Erholungsraum dienen.