Das Museum für Fotokopie (M.F.F.) versteht sich als ungewöhnliche, künstlerisch-technische Plattform, die die Geschichte, Praxis und Ästhetik des Kopierens in Kunst und Gesellschaft beforscht und präsentiert. Zentral ist eine international beachtete Sammlung zur Copy Art und zur Entwicklung von Vervielfältigungsgeräten: das Haus dokumentiert die Fotokopie von ihren Anfängen bis zur frühen digitalen Generation und verfügt über historische Kopierapparate als Sammlungsschwerpunkt. Als Forum verbindet das Museum Ausstellungen, Publikationen und Vermittlungsangebote und thematisiert sowohl technische als auch kulturelle Aspekte der Kopie—von künstlerischer Praxis über zines und Piratenmedien bis zu Video-Experimenten. Aktuelle Programmpunkte und Ausstellungen reflektieren diesen Fokus; beispielhaft wurde das 40-jährige Bestehen mit einer Ausstellung zum widerständigen Publizieren gefeiert. Das M.F.F. positioniert sich damit als spezialisiertes, forschungsnahes Haus für ein Nischenthema mit überregionaler Strahlkraft.