Die Klosterruine Heisterbach ist die sichtbare Hinterlassenschaft einer bedeutenden mittelalterlichen Zisterzienserabtei und zählt zu den markanten Kulturdenkmälern im Siebengebirge. Gegründet Ende des 12. Jahrhunderts, begann der Bau der großen Klosterkirche im frühen 13. Jahrhundert; von dieser einst weitläufigen Anlage blieb vor allem das Chorfragment erhalten, dessen zierliche Säulen und Rundbogen die frühere Pracht erahnen lassen. Die Abtei prägte über Jahrhunderte Wirtschaft und Spiritualität der Region; nach der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts wurden große Teile abgetragen, Steine fanden teils neue Verwendung. Im 19. Jahrhundert wandelte man die Reste in einen landschaftlich-romantischen Park um, es gibt historische Mausoleum- und Friedhofsanlagen auf dem Gelände, und eine Stiftung kümmert sich um Erhalt und Vermittlung der Klosterlandschaft. Die Ruine bleibt ein ruhiger, historisch aufgeladener Ort von hoher Anziehungskraft für Besucher.