Die katholische Kirche St. Joseph in Grevenbroich wurde in den späten 1950er Jahren errichtet und zeichnet sich durch eine bewusst gestaltete Baugruppe mit Kirche, Pfarrhaus und Bibliothek aus. Die Grundsteinlegung fand 1957 statt, die Weihe erfolgte 1959; das Gebäude wurde nach Plänen des bekannten Architekten Gottfried Böhm entworfen. Architektonisch auffällig ist die Anordnung: Der Haupteingang und ein überdachtes Tor führen in einen Innenhof, in dem die Taufkapelle mit einer überhöhten Dachhaube als eigenständiger Bauteil steht und nur über einen schmalen Gang mit dem Hauptgebäude verbunden ist. Die zweigeschossige Bibliothek öffnet sich mit großen Glaswänden zum Innenhof und bildet damit einen bewussten räumlichen Bezug zwischen Sakral- und Gemeindebereich. St. Joseph ist damit sowohl ein aktives Gemeindeleben als auch ein Beispiel moderner Kirchenarchitektur der Nachkriegszeit.