Das denkmalgeschützte Fördergerüst über Schacht 1 der ehemaligen Zeche Sterkrade zählt zu den markanten Relikten der regionalen Bergbaugeschichte: Das dreibeinige, teils in Fachwerk ausgeführte Gerüst stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert (um 1903) und gilt als eines der wenigen erhaltenen Strebengerüste dieser Bauart sowie als eines der ältesten erhaltenen Beispiele in Nordrhein-Westfalen. Das Fördergerüst ist mit einer massiven Schachthalle verbunden, deren historistische Backsteinfassade an die großmaßstäblichen Malakow-Türme erinnert. Vor Ort werden industriehistorische Führungen angeboten, bei denen Besucher in die Schachthalle gelangen und mehr über die Geschichte des Bergwerks, die Technik und die Bedeutung der Zeche für die Region erfahren können; solche Führungen finden regelmäßig in einem monatlichen Rhythmus statt (als öffentliches Angebot in Tourismus- und Denkmalpflegeangaben genannt). Das Ensemble gilt als sichtbares Industriemonument und lokales Wahrzeichen, das in städtebaulichen Planungen und als Ausflugsziel immer wieder thematisiert wird.