Das Frauenmuseum in Bonn ist ein auf Frauenkunst, -kultur und -forschung spezialisiertes Museum mit Werkstattcharakter, das 1981 von Marianne Pitzen und einer Gruppe interdisziplinär tätiger Frauen gegründet wurde. Es gilt als das erste Frauenmuseum weltweit und hat Vorbildcharakter für viele spätere Institutionen; das Haus versteht sich nicht als statische Sammlung, sondern als lebendiger Ort für wechselnde Ausstellungen, Forschung und Publikationen. Zu den Aufgaben gehört die gezielte Förderung von Künstlerinnen sowie die Dokumentation historischer Leistungen von Frauen; das Programm verknüpft künstlerische Präsentation mit wissenschaftlichen und politischen Fragestellungen. Das Gebäude bietet mehrere Etagen Ausstellungsfläche, Atelier- und Projekträume sowie einen Hof- bzw. Dachgarten, der als Teil des Museums genutzt wird. Das Museum ist zudem Sitz des 2012 gegründeten Verbands „International Association of Women's Museums“ und betreibt umfangreiche Archiv- und Vermittlungsarbeit.