Der Botanische Garten der Universität Münster, 1803 gegründet, dient zugleich der Forschung, der Lehre und der Öffentlichkeit. Auf einer Fläche von etwa fünf Hektar mit rund 2.000 m² Gewächshausfläche präsentiert er tausende Pflanzenarten in systematischen, geographischen und lehrbezogenen Sammlungen. Zu den ausgestellten Bereichen gehören geographische Kollektionen (z. B. mediterrane Flora, Kapflora, Flora Australiens), spezialisierte botanische Sammlungen (Forschungssammlungen wie Pelargonien, Moose; Aufbauten zu Karnivoren und parasitischen Pflanzen) sowie Lehrgärten wie Arzneipflanzengarten, Riech- und Tastgarten und Bauerngarten. Der Garten versteht sich als Ort des Artenschutzes, der Biodiversitätsvermittlung und als grüne Oase in der Stadt; das Angebot reicht von Führungen und Bildungsprogrammen bis zu saisonalen Ausstellungen in der denkmalgeschützten Orangerie. Die Vielfalt der Sammlungen macht ihn zu einer wichtigen Ressource für Forschung und Bevölkerung.